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23.06.2011 | Kiel, GER
Sieg im Medalrace krönt Kieler Woche
Als ich gestern wieder festen Boden unter den Füßen hatte, kam ich aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus. Denn 30min zuvor überquerte ich als 1. die Ziellinie im abschließenden Medalrace der besten 10. Ein unbeschreibliches Glücksgefühl für mich, nachdem ich in den letzten Wochen nicht immer mein Können zeigen konnte und selber viel mit mir haderte, Balsam für das angekratzte Selbstvertrauen. Endlich konnte ich meine Führung nach der Luvtonne, der 1.Bahnmarke, halten und sogar ausbauen, sodass ich einen ungefährdeten Sieg im Medalrace einfahren konnte.
Trotz des Sieges im abschließenden Rennen konnte ich mich im Gesamtklassement nicht mehr verbessern. Am Ende finde ich mich auf Platz 8 wieder und freue mich nochmal gezeigt zu haben, dass auch ich vorne mitmischen kann.
Die Woche verlief sehr wechselhaft für mich. In den ersten beiden Tagen schaffte ich es nicht ordentlich zu starten und musste oft das Feld von hinten aufrollen. Am Montag fand ich dann endlich zu meiner Startform aus Weymouth zurück und konnte mit den Plätzen 1,1,3 an Luvbahnmarke zeigen, dass mein Kreuzspeed zur Zeit wirklich gut ist. Leider konnte ich auf den Vorwinden dies nicht zeigen. Hier fehlt mir noch ein wenig das Gefühl für die Welle und die richtige Positionierung des Bootes. Es gibt immer wieder Phasen, in denen es gut läuft, aber im Moment sind die Phasen noch zu kurz. Am letzten Fleetrace Tag (alle Segler zusammen) konnten wir keine Rennen segeln, da uns der Wind im Stich ließ.
In den letzten 4-6 Wochen ist viel passiert und wir haben 2/3 unserer Olympiaqualifikation hinter uns. Training in England, wieder nach Hause, Weltcup in England, nach Hause 5 Tage frei und dann das Weltcupfinale hier in Kiel waren unsere Stationen. Jetzt freue ich mich auf ein wenig Ruhe und Erholung.
Viele Grüße
